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Zwei Aufenthalte - zwei Tauchreviere
.....und 2011 noch ein dritter Aufenthalt ganz im Süden Ägyptens
Zweimal war ich in diesem Jahr 2009 in Ägypten, im April in El Quseir und im Juni/Juli in Hurghada und beide Male stand “tauchen” im Vordergrund.
Ca. 8 km vor El Quseir habe ich am 10. April mein Zimmer im El Flamenco Beach Resort bezogen. Am Folgetag war “Einchecken” in der dem Hotel angeschlossenen Tauchbasis “diving.de” angesagt und mein erster TG fand unmittelbar im Anschluss daran am Hausriff statt.
Insgesamt war ich 2 Wochen dort und habe die gesamte Zeit sehr genossen. Da war zunächst die Hotelanlage, fernab von jeglichem Trubel am Roten Meer. Zwei Komplexe, das Resort und das Hotel, nur durch die Küstenstrasse getrennt, befanden sich einsam in der Wüste. Alle Zimmer waren geräumig und gut möbliert, der Service war sehr gut, das Essen war hervorragend, abwechslungsreich, geschmacklich sehr gut und wurde in einem tollen Ambiente eingenommen. Alle Einrichtungen in beiden Häusern konnten genutzt werden, neben Hausriff mit Steg gab es einen Badestrand und reichlich sonnengeschützte Liegeflächen.
Beim ersten Eindruck schien mir die Tauchbasis etwas überorganisiert zu sein. Aber dieses Vorurteil erwies sich als völlig falsch, denn alles war perfekt. Windoffene, abschliessbare Boxen dienten der Aufbewahrung des Equipments, am Vortag bereits wurde schriftlich über die nächsten Tauchaktivitäten (Land- oder Boots-, Halb- oder Ganztagstauchgänge) informiert, die Teilnehmerzahlen waren begrenzt, Nitrox war kostenlos, das Wasser im Auswaschbecken jederzeit sauber, das Personal der Tauchbasis sehr qualifiziert, sehr freundlich und hilfsbereit sowie in ausreichender Zahl vorhanden. Zwar lag der Preis etwas über dem mir bekannten Niveau in Ägypten, aber er war es auch wert.
Alle angefahrenen Tauchplätze waren in einem sehr guten Zustand, wunderschöne Korallen und entsprechender Fischreichtum kennzeichneten die intakte Unterwasserwelt.
ICH KANN DIESEN PLATZ NUR EMPFEHLEN (www.taucher.net/edb/Diving_El_Flamenco_b8218.html)
Nach Hurghada bin ich im Juni geflogen und habe dort im Grand Resort 2 Wochen gewohnt. Die Hotelanlage ist riesig, die Zimmer geräumig, der Service gut. Frühstück und Abendessen wird als Buffet angeboten, ist sehr schmackhaft und reichhaltig
Es war mein sechster Aufenthalt in Hurghada und wahrscheinlich auch mein letzter. 1993 war ich zum ersten Mal dort und seitdem hat sich dort eine Menge verändert.
So wie der Ort kontinuierlich von einem ehemaligen Fischerdorf zu einer ansehnlichen Kleinstadt gewachsen ist, so stark hat die Unterwasserwelt von ihrer Schönheit verloren. Die Riffe (Ergs) sehen kahl aus, wie mit einem Hobel bearbeitet oder mit einer Flex abgeschliffen. Wenige Korallen sind noch vorhanden, die ehemalige Farbenpracht fehlt. Dementsprechend ist auch der Fischreichtum stark zurück gegangen. Wenn man andere Tauchregionen kennt, dann kommt Hurghada wohl nicht mehr in Frage.
Enttäuscht war ich auch von der Tauchbasis, den “Euro - Divers” in Hurghada, die meines Erachtens den kontinental klingenden Namen nicht verdienen. Das tägliche Auswaschen findet in einem Becken statt, dessen Wasser brackig und schmutzig ist. Für die nächtliche Lagerung von Tauchequipment gibt es nur einen Bügel, der Rest ist in eine Box einzuschliessen, die zu kurz ist um Geräteflossen aufzunehmen. Es werden nur wenig unterschiedliche Tauchplätze angefahren und die auch überwiegend nur im küstennahen Bereich, die sich teilweise in der 2. Woche wiederholen. Es werden Umkehrtauchgänge mit der Strömung begonnen. AOWD - Übungstauchgänge zu lachhaften Wracks (Blechdosen) werden als 3. Tauchgang angeboten, alternativ bleibt nur das Warten auf dem Boot bei grosser Hitze.
Mein Fazit: NIE WIEDER HURGHADA, NIE WIEDER EURO - DIVERS.
Aber Ägypten und das Rote Meer sollten es wieder sein, zumal mich bisher jedenfalls die Kombination aus relativ kurzer Anreise und einzigartiger Unterwasserwelt überzeugt hat.
Deshalb war ich mit Selman Toguz, der im ehemaligen Delmenhorster Bahnhof “Heidkrug” den wohl interessantesten und schönsten Friseur- und Schönheitssalon “Hair Sensation”, www.hair-sensation.de Deutschlands besitzt, vom 6. bis 13. September 2011 in Hamata im südlichen Ägypten.
Zunächst ein paar Sätze zum Hotel und zur Tauchbasis:
- das Hotel, Wadi Lahmi Azur Resort, gehört zur französischen “AZUR” - Gruppe, war bestens geführt, saubere Zimmer, gepflegte Anlage und hervorragende Küche.
- die Tauchbasis “ORCA” war sehr gut organisiert und hatte eine äusserst aufmerksame und hilfsbereite Basisleiterin.
Und nun zum Tauchen:
auch wenn die derzeitige Bundeskanzlerin und frühere Umweltministerin bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit der Reduzierung der Erderwärmung aufgreift und dabei betont, dass es bereits 5 Minuten vor 12 sei, hat sie Unrecht. Es ist ohne wenn und aber schon weit nach 12 und die derzeitige Situation der Korallen ist nicht mehr umkehrbar.
Internationale Umweltkonferenzen, die als Ziel eine Übereinkunft der Industriestaaten der Welt zur Reduzierung von CO2 haben, bringen keine Übereinkünfte. Amerika und China wollen einfach keine Einschränkungen ihrer Industrien hinnehmen. Das einzige Ergebnis ist ein erhöhter Ausstoss von CO2 durch die Hin- und Rückflüge der Teilnehmer.
Im schönsten Teil des ägyptischen Roten Meeres südlich von Marsa Alam gibt es an den Riffen so gut wie keine Weichkorallen mehr. Bisher nicht gekannte 31 Grad Wassertemperatur in 30 Metern Tiefe machen das Rote Meer nicht nur zu einer “Badewanne” sondern forcieren auch das Korallensterben. Und mit den Korallen geht der Fisch. Das ist eine unendlich traurige Tatsache, der sich die Regierenden dieser Welt nicht bewusst werden, weil sie die Schönheit und Einmaligkeit der Unterwasserwelt nie sehen, und sich dessen auch nicht bewusst werden wollen.
Durch die Reduzierung der Fischbestände finden beispielsweise Haie keine Nahrung mehr. Sie folgen Ansammlungen kleiner Fische, die von schnochelnden Touristen in Uferregionen mit Frühstücksresten aus kleinen Plastikbeuteln angefüttert werden um entsprechend bunte Fotos zu bekommen. Plötzlich sind diese Haie da und der Mensch ist im Wege. Zwar fressen Haie kein Menschenfleisch, aber die Verletzungen sind oft tödlich und die Sensationsgier der Presse unersättlich. Auch das ist eine Folge der Erderwärmung, aber wer denkt schon an die Zusammenhänge.
Mit Orca hatten wir ein sehr schönes und geräumiges, großes Tauchboot mit genügend Platz. Die Ausfahrten beinhalteten täglich 2 Tauchgänge und gingen zu Riffen, die nie weniger als 1,5 bis Stunden von der Küste entfernt lagen. Die gesamte Unterwasserwelt entsprach nicht mehr der, die ich noch vor 4 Jahren dort kennen gelernt hatte. Alle Tauchgänge waren relaxed und mit Selman hatte ich einen sehr angenehmen Body.
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