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Indonesien sollte es diesmal sein. In der Provinz Nord-Sulawesi habe ich mir eine Basis ausgesucht, deren Besitzer beim ersten Mailkontakt gleich darauf hinwies, dass www.twofishdivers.com Basen auf zwei Inseln hätte und deren Tauchplätze und Unterwasserwelt im krassen Gegensatz zueinander stünden.
Diese sehr unterschiedlichen Tauchplätze sowie saubere, einfache Unterkünfte, Ruhe und Entspannung, schmackhafte Mahlzeiten, Mineralwasser überall und kostenlos, grosse Freundlichkeit gepaart mit kleinen Tauchgruppen und sehr kundige Tauchguides gehören wohl zum Konzept der Eigner.
Die Eigner, Tina und Nigel, leiten auch die Basis auf der Insel Bunaken. Hier war ich vom 13. bis zum 22. Mai. Meine Unterkunft war ein sehr geräumiger, stets sauberer Bungalow , nur etwa 100 Schritte von der Tauchbasis und dem Speisehaus entfernt. 4 Ausfahrten zum Tauchen wurden täglich angeboten. Die erste am Vormittag gleich nach dem Frühstück, die zweite nach der Mittagspause, eine weitere am späten Nachmittag zu den Mandarin - Fischen und noch ein Nachttauchgang. Die Unterwasserwelt war geprägt von Steilwänden, Fische gab es im Überfluss und ausgetaucht wurde über dem jeweiligen Riff. Eine Tauchgruppe bestand aus höchsten 3 Personen. Meistens tauchte ich mit meinem Guide namens Chris alleine und habe ihn auch deswegen eher als Buddy empfunden. Mein offizieller Buddy Christian aus Deutschland ist leider nach 5 Tagen Indonesien wegen Ohrproblemen wieder zurück geflogen.
Ich habe die Unterwasserwelt um Bunaken sehr genossen. Und etwas für mich völlig Ungewöhnliches: ich habe nur meine Fotoausrüstung auf das Boot und zurück getragen. Alles, aber auch alles andere besorgten die unwahrscheinlich fleissigen Guides, die auch das Waschen und Aufhängen des Equipments übernahmen.
Am 22. Mai fand dann der Transfer auf die nächste Insel, Lembeh, statt. Erst mit dem Boot, dann mit dem Auto und wieder mit dem Boot, insgesamt 4 Stunden, dann wurde ich auf Lembeh von Helen und Gizmo, der Basenleitung, herzlich willkommen geheissen. Ein erstes Briefing über das Verhalten an Land, die Tauch- und Essenszeiten sowie der Einzug in meinen Bugalow folgten. Alles deckte sich mit dem Aufenthalt auf Bunaken, zunächst einziger Unterschied: warmes Duschwasser und die Tatsache, dass neben allen Gästen auch Helen und Gizmo bei jeder Mahlzeit mit am Tisch sassen und somit für ein starkes Gemeinschaftsgefühl sorgten.
Aber dann bei meinem ersten Tauchgang am Nachmittag sollte ich den wirklich grossen Unterschied kennen lernen: keine Steilwände, kaum Korallen und sehr dunkelsandiger, weicher Meeresboden. Außerdem besteht die Meerenge, genannt Lembeh Straits, zwischen Sulawesi und Lembeh auch als abkürzende Schiffahrtsstrasse für die “Grossen Pötte” und beherbergt dadurch so manchen Schiffsabfall. Der dunkle, matte, weiche Sandboden ist eigentlich vulkanischen Ursprungs, es ist leichte, warme Vulkanasche. Dieser Boden ist ein Eldorado für alle Critter. Ich habe nie zuvor so viele Kleinstlebewesen gesehen, wie hier. Der leichte Boden bildet einen hervorragenden Unterschlupf für jede Art Lebewesen, ebenso sind von Schiffen geworfene Eimer, Rohre, Reifen usw. ausgezeichnete Verstecke.
Auch hier war mein Guide Frans äusserst sachkundig, er kannte und sah nahezu alles. Da ich fast immer nur mit ihm alleine tauchte, war auch er mehr Boddy als Guide.
Ich glaube, dass es nirgends auf der Welt eine derartige Ballung und Vielfalt von Kleinlebewesen unter Wasser gibt. Ich habe hier etwas Einmaliges gesehen und erlebt.
Erwähnen muss ich noch die Tauchzeiten. Das Ende eines Tauchganges hat immer die Anzeige des Finimeters und damit die für das Auftauchen nötige Atemmenge bestimmt. Somit gingen alle Tauchgänge über die sonst üblichen 60 Minuten hinaus.
Wiederkommen???? Zu allererst die Tauchplätze und auch die Tauchbasen “schreien” förmlich danach. Es muss nur einige Zeit vergehen um die strapaziöse An- und Abreise, je 2 Tage, zu vergessen.



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