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Das Wrack

Die MS Paris sank im Jahre 1919 und liegt ca. 1,5 km vor dem kleinen Yachthafen in der Bucht vor KEMER bei Antalya. In einer Tiefe zwischen 23 und 32 Metern ist das 70 Meter lange und 15 Meter breite Wrack einfach und auch sicher zu betauchen.

Die Geschichte

1919, die Türkei hat als verbündete Nation von Deutschland den 1. Weltkrieg verloren. Gegen die Besatzungsmächte, vornehmlich die europäischen Siegermächte, haben die Türken einen Befreiungskrieg begonnen, der bekanntlich in der Ausrufung eines modernen Türkischen Staates unter Kemal Atatürk endete. Während dieser Kampfhandlungen lieferten türkische Kräfte den Siegermächten kleinere Gefechte. Die französische Marine patrouillierte entlang der türkischen Küste im Mittelmeer und feuerte auch mal auf kleine Ortschaften. Mit im Einsatz ist auch der zum Kriegsschiff umgebaute französische Frachter MS Paris, der mit seinen zwei Geschützen das damalige Fischerdorf Kemer unter Beschuss nimmt. Ihr Todesurteil...., denn die türkischen Kämpfer haben auf einer Anhöhe ein Geschütz in Stellung gebracht und versenken die MS Paris mit zahlreichen Treffern.

Der Tauchgang

Viele dieser Treffer sind bis heute noch zu sehen. Was das aufrecht auf dem Boden stehende Wrack aber wirklich spannend macht, ist der immerhin fast 100 Jahre alte, gut erhaltene, 70 Meter lange und 30 Meter breite Schiffskörper sowie das einfache Tauchen im Inneren. Die Deckplanken sind zwar nicht mehr vorhanden, dadurch aber sind die Maschinen- und Laderäume leicht zugänglich. An der Stelle der Küche sind blau-weiße Kacheln auf dem Boden zu sehen, aber Finger weg......., die türkischen Behörden verstehen keinen Spaß. Meistens herrschen gute Sichtverhältnisse, aber normalerweise reicht ein einziger Tauchgang (Nullzeit) nicht aus, um alle interessanten Teile eingehend zu betrachten. An einem Seil, befestigt an einer Boje, führt der Weg nach unten zum Bug. Es empfiehlt sich vom Bug aus nach hinten zum Heck zu tauchen. Dabei führt der Abstieg vorbei am noch gut erkennbaren Namen des Schiffes und gibt einen Blick auf die Einschusslöcher frei, die interessante Perspektiven für Fotos bieten. Am Heck mit der tiefsten Stelle von 32 Metern befindet sich die freiliegende Schraube, die auch untertaucht werden kann. Nach dem Heck taucht man langsam aufwärts zum Deck, wobei viele Fischernetze und Bewuchs zu bewundern sind. Es folgen der gut erhaltene Maschinenkessel, noch viele große Kohlenstücke und auch die Fliesen auf dem ehemaligen Fußboden der Küche. Reste ehemaliger Munition sind auch noch zu finden. Das Innere der Laderäume ist zur Heimat vieler großen Barsche geworden.

 

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