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Zwei Ferien - zwei Inseln....... und seit 2011 ein dritter Tauchurlaub auf Pandan-Island
2002 war ich zum ersten Mal auf den Philippinen, und zwar in Moalboal auf der Insel Cebu. Dort habe ich zusammen mit den zwei deutschen Tauchpartnern Franz und Jan 4 Wochen bei der Tauchbasis Savedra verbracht. Im Rhythmus von 6 Tagen tauchen und 1 Tag ruhen habe ich diese Zeit genossen. Genossen deswegen, weil ich hier eine Unterwasserwelt vorgefunden habe, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt hatte.
Der erste Tauchgang vormittags fand in der Regel am Tauchplatz Pescador Island statt. Eine Insel, die man gerade während eines “gemütlichen” Tauchganges umrunden kann. Da wir jeden 2. Tauchgang in entgegengesetzter Richtung geschwommen sind und immer in unterschiedlichen Tiefen getaucht sind, haben wir nie eine Wiederholung empfunden. Neben tollen Riffen mit unterschiedlichsten Farben, Formen und Bewuchs konnten wir von Fahnenbarschen bis zu Haien nahezu jegliche Fischart bewundern. Hier an diesem Tauchplatz bin ich zu einem Fan der Nacktschnecken geworden, deren ausgefallene Farben und Formen mich heute noch begeistern. Wenn die morgendliche See gelegentlich sehr ruhig war, führte uns unser Auslegerboot weiter auf das offene Meer zu einer Stelle, an der von oben kein Tauchplatz zu erkennen war. Sunken Island hiess dieser Tauchplatz, ein über dem Meeresboden gelegenes Plateau, welches in ca. 30 m Tiefe lag. Nitrox war hier wegen der längeren Nullzeit angesagt. Im Übrigen sorgte eine Strömung dafür, dass das Leben hier überreich, in grosser Vielfalt und artenreich vorhanden war.
Ein phantastisches Hausriff mit einer Steilwand sowie ca. 10 andere Dive-Sites sorgten für genügend Abwechslung. Jan habe ich während dieser Ferien zum AOWD ausgebildet.
Das Wasser, die besonderen Riffe und die Fischvielfalt, bei der es mir besonders die “kleinen Dinge” angetan hatten, haben mich bewogen wieder zu kommen. 2008 im März war ich erneut auf den Philippinen, diesmal mit Erwin auf dem Inselresort Cabilao, einer sehr familiären und absolut ruhigen Anlage mit eigener Tauchbasis. Um es gleich vorweg zu sagen: diese Insel und das Resort kann ich sehr empfehlen.
Den Flug mit Qatar Aiways habe ich über die Reiseagentur FCW Tavel, Osnabrück, gebucht, weil es die preiswerteste Möglichkeit war. Den Inselaufenthalt buchte ich direkt über Internet bei den deutschsprachigen Besitzern. (www.laestrella.de) Der auf der dazugehörenden Tauchbasis beschäftige Guide namens BOBET (Padi Staff Instructor) ist ein Glücksfall unter Wasser. Er findet alles, sieht alles, kennt alles, weiss alles. Mit ihm zu tauchen ist ein Genuss. Er war es auch, der vor Jahren erstmals ein Pygmäen- seepferdchen hier entdeckte. Mit ihm habe ich in den ca. 40 Tauchgängen immer wieder für mich neue Dinge entdeckt und dabei viele neue Dinge gesehen, beobachtet und fotografiert.
Allerdings fiel in einen Tauchgang auch ein Wermutstropfen. Plötzliches, dumpfes Dröhnen unter Wasser lies uns alle erschrecken. Die Erklärung dafür lag im Fischen mit Dynamit, das ein Einheimischer seit Jahren betreibt.
Ich möchte diese Insel und ihre Tauchplätze wiedersehen, zumindest für eine Woche, während einer bereits geplanten Rundreise auf den Philippinen.
Pandan - Island
Aus der geplanten Rundreise ist, leider muss ich im Nachhinein sagen, nichts geworden. Statt dessen bin ich zusammen mit Erwin vom 25. März bis zum 14. April 2011 auf der kleinen und feinen, unberührten Insel PANDAN gewesen. Die Insel liegt wenige Kilometer vor der Westküste der Insel Mindoro im Südchinesischen Meer, ist sehr klein und fein und naturbelassen. Ein breiter, feiner, weicher Sandstrand, in dem Meeresschildkröten ihre Eier vergraben, von der Sonne ausbrüten lassen und die dann vor dem Jahresende schlüpfen und ins Meer rennen, umsäumt die Insel. Strom gibt es nur im Niedervoltbereich und wird von einem Generator erzeugt, Wasser zum Waschen und Duschen kommt aus dem Meer, Süsswasser wird einer Zisterne entnommen. Die Zahl der Bewohner beträgt weniger als 30, die der Gäste ebenfalls. Also eine Insel zum entspannen, relaxen, faulenzen, erholen.
Zum Tauchen könnten die Gewässer um die Insel herum ebenfalls ein Eldorado sein. Könnten..., wenn nicht vor ca. 60 Jahren dort mit Dynamit gefischt worden wäre. Als das den Behörden wegen des Tourismus zu gefährlich und verboten wurde, setzten die Fischer Zyanid ein. Das war genau so radikal, nur konnte man es nicht hören. Und das Ergebnis war mit dem des Dynamits identisch.
Das ist zwar alles Geschichte, aber die Spuren der Verwüstungen und die bescheidene Anzahl der Lebewesen unter Wasser sind gegenwärtig und werden es auch noch für zig Jahre sein.
Insofern war ich von den Tauchgängen um Pandan sehr enttäuscht. Trotzdem haben wir versucht uns schadlos zu halten und haben 3 Tagesausflüge mit einem grossen Auslegerboot zum APO - Riff gemacht. Etwa je 3 Stunden Hin- und Rückfahrt, gepaart mit einem unruhigen Chinesischen Meer haben die Erlebnisse dort nicht trüben können. Das gesamte Riff ist sehr gross und hat eine Rangerstation deren Ranger das gesamte Gebiet wie einen Marine - Park bewachen. Jegliche Fischerei ist dort verboten. Entsprechend ist die Unterwasserwelt. Für die Philippinen typische Kleinlebewesen sind dort ebenso zu finden wie Grossfisch. Jeder der insgesamt 9 Tauchgänge dort war ein Genuss.
Mit dieser und der Erinnerung an die beiden Guides waren es schöne drei Wochen.
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