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Wie viele Jungen im Alter von etwa acht Jahren habe ich gemeinsam mit Freunden das Schwimmen im lehmbraunen Wasser der Lahn bei Marburg in Hessen erlernt.

Was da unter der Wasseroberfläche war, wie es auf dem Grund aussah, wollte ich wissen. Aber auf die Antwort habe ich bis zu meinem 50. Lebensjahr gewartet. Dann endlich, bei einem Urlaub in Kenia habe ich über das Tauchen Kontakt mit der Welt unter Wasser bekommen.

“Klaus,” hat die Tauchlehrerin damals vor meinem ersten Tauchgang gesagt, “in dieser Welt sind wir nur zu Gast und wie Gäste verhalten wir uns auch. Wir fassen nichts an, nehmen nichts mit und verhalten uns ruhig.”

Fasziniert war ich und seitdem hat mich die Welt unter Wasser nicht mehr losgelassen.

Mein Direktoren-Job hat mich 11 Monate im Jahr sehr in Anspruch genommen, aber dann....in jedem Urlaub tauchen war für mich das Paradies unter Wasser.

Viermal war ich auf den Malediven im Indischen Ozean, herrliche Riffe, unendlich viele Fische und reichlich Großfische, wie Haie, Rochen, Mantas sind hier zu sehen.

In Dahab, am Golf von Aquaba, war ich sechsmal. Hier werden die Tauchplätze mit dem Jeep angesteuert und vom Ufer aus betaucht. Die Unterwasserwelt ist sehr farbenfroh und intakt. Fahnenbarsche prägen das Bild.

Sharm el Sheikh im Roten Meer hat mich dreimal gesehen. Ras Muhamed gehört zu den schönsten Tauchplätzen der Welt, ist unglaublich farbenprächtig, Fische findet man hier in großen Schwärmen.

In Hurghada am Roten Meer war ich mehr als zehn Mal. Man glaubt es kaum, aber in nur 12 Metern Tiefe befinden sich hier die schönsten Riffe und Fische im Überfluß. Die Vielzahl der Rotfeuerfische scheinen dem Roten Meer seinen Namen gegeben zu haben.

dlich von Marsa Alam war ich im Dezember 2006. Eine unberührte Unterwaserwelt hat mich hier bezaubert.

Noch zweimal war ich in Kenia im Indischen Ozean. Dort habe ich meinen einzigen Walhai gesehen. (stimmt seit 2005 nicht mehr)

In der Dominikanischen Republik, wo ich einmal am Atlantik und einmal in der Karibik gewesen bin, habe ich viele riesengroße, zentnerschwere Barsche und meine beiden einzigen Manatees gesehen.

Ich war zehnmal in Cuba im Atlantik und in der Karibik. Dort, so schein es mir, fand ich neben einer völlig intakten Unterwasserwelt gewaltige Bodenformationen in Form von Sandkanälen, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte.

Vier Wochen auf den Philippinen boten mir Gelegenheit die dortige Einmaligkeit der Welt und des Lebens unter Wasser kennen zu lernen. Hier bin ich wegen der Vielfalt ein Fan von Nacktschnecken geworden.

Von Ende 2004 bis März 2005 habe ich in Thailand nicht nur einen Tsunami “erlebt”, sondern auch die Unterwasserwelt der Adamanensee, einem Teil des Indischen Ozeans, genossen. (siehe Bericht)

Die Türkei und das Mittelmeer sind in den letzten Jahren zu meiner zweiten Heimat geworden und ich verbringe hier seit 2002 jedes Jahr den Sommer. Hier bilde ich viele neue Taucher aus und habe gelernt, auf die kleinen Dinge unter Wasser zu achten.

Als ich 1997 in Pension ging, habe ich mein Hobby, das Tauchen, intensiviert und den vorgeschriebenen Weg der PADI Tauchorganisation beschritten um Tauchlehrer zu werden. Das entsprechende Zertifikat habe ich 2001 erhalten. Viele Ausbildungen seither in allen Stufen haben mir den Titel “Master Scuba Diver Trainer” und die Lehrbefähigung von 9 Specialties eingebracht.

Inzwischen habe ich auch die Lehrbefähigung für (EFR) Emergency First Response (Erste Hilfe und Herz/Lungen- Wiederbelebung) als Instructor erhalten.

Neben der Aufgabe, möglichst vielen Menschen die Welt unter Wasser zu erschliessen, halte ich es für meine Berufung, insbesondere Menschen ab 50, so wie ich einer war, eine einzigartige, besonders schöne Welt zu eröffnen, die nur wenige in ihrem Leben kennen lernen.

Ich muss auch betonen, dass mir dieser Sport eine große Zahl von Menschen in freundschaftlicher Beziehung nahe gebracht hat.

 

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